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  • Sport hat vorbeugende Effekte auf verschiedene Krankheiten


In der richtigen Dosierung und individuell angepasst kann körperliche Aktivität der Wirkung von Medikamenten in der Vorbeugung oder Behandlung verschiedener Erkrankungen gleichgesetzt werden. Hierbei ist es wichtig, Indikation, Dosierung und eine positive Dosis-Wirkungs-Beziehung im Vorhinein genau zu durchleuchten, da bei akuten schweren Erkrankungen oder Infektionen Sport erhebliche Nebenwirkungen haben kann.

Mehrere Metaanalysen mit Teilnehmerzahlen zwischen 300 000 und 880 000 Patienten zeigten, dass durch regelmäßige sportliche Aktivität die Gesamtsterblichkeit um 22–34 %, die kardiovaskuläre Mortalität um 27–35 % gesenkt werden konnte. Hierbei ist der größte Gewinn zu Beginn eines leichten/moderaten Trainings zu vermerken. In einer prospektiven Kohortenstudie mit 416 175 Teilnehmern zeigte sich, dass bereits ab einer leichten Aktivität von 92 min/Woche oder 15 min/d eine signifikante Reduktion der Mortalität (14 %) und eine um drei Jahre verlängerte Lebenserwartung im Vergleich zur inaktiven Gruppe erreicht werden konnte.

Hierbei sollten laut Sportmediziner Prof. Dr. med. LÖLLGEN Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination, beginnend mit Aufwärmübungen, trainiert werden. Ab einem Alter von 35 Jahren und beim sportlichen Wiedereinstieg wird eine sportärztliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Der im Idealfall wie ein Medikament verordnete Trainingsumfang richtet sich schließlich nach der körperlichen Verfassung, gesundheitlichen Einschränkungen und dem Alter des Patienten.

Zusätzlich zur direkten präventiven Wirkung von Bewegung im Hinblick auf Morbidität und Mortalität zeigen sich auch sekundär bzw. tertiär präventive und therapeutische Effekte bei bekannten Diagnosen, wie bspw. Kolon- und Mammakarzinom, koronarer Herzkrankheit, Diabetes mellitus und Demenz. Auch vor, während und im Anschluss an eine Schwangerschaft ist körperliche Aktivität laut PD Dr. med. KORSTEN-RECK zu empfehlen, insbesondere bei erhöhtem Risiko für Gestationsdiabetes. Das Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, könne durch Sport um 51 % reduziert werden. Literatur: Siegmund-Schultze N (2013) Bewegung wirkt wie ein Medikament. Deutsches Ärzteblatt 110(7): A271–A272 (03.04.13)



© knape/iStockphoto.com
© knape/iStockphoto.com


In der richtigen Dosierung und individuell angepasst kann körperliche Aktivität der Wirkung von Medikamenten in der Vorbeugung oder Behandlung verschiedener Erkrankungen gleichgesetzt werden. Hierbei ist es wichtig, Indikation, Dosierung und eine positive Dosis-Wirkungs-Beziehung im Vorhinein genau zu durchleuchten, da bei akuten schweren Erkrankungen oder Infektionen Sport erhebliche Nebenwirkungen haben kann.

Mehrere Metaanalysen mit Teilnehmerzahlen zwischen 300 000 und 880 000 Patienten zeigten, dass durch regelmäßige sportliche Aktivität die Gesamtsterblichkeit um 22–34 %, die kardiovaskuläre Mortalität um 27–35 % gesenkt werden konnte. Hierbei ist der größte Gewinn zu Beginn eines leichten/moderaten Trainings zu vermerken. In einer prospektiven Kohortenstudie mit 416 175 Teilnehmern zeigte sich, dass bereits ab einer leichten Aktivität von 92 min/Woche oder 15 min/d eine signifikante Reduktion der Mortalität (14 %) und eine um drei Jahre verlängerte Lebenserwartung im Vergleich zur inaktiven Gruppe erreicht werden konnte.

Hierbei sollten laut Sportmediziner Prof. Dr. med. LÖLLGEN Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination, beginnend mit Aufwärmübungen, trainiert werden. Ab einem Alter von 35 Jahren und beim sportlichen Wiedereinstieg wird eine sportärztliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Der im Idealfall wie ein Medikament verordnete Trainingsumfang richtet sich schließlich nach der körperlichen Verfassung, gesundheitlichen Einschränkungen und dem Alter des Patienten.

Zusätzlich zur direkten präventiven Wirkung von Bewegung im Hinblick auf Morbidität und Mortalität zeigen sich auch sekundär bzw. tertiär präventive und therapeutische Effekte bei bekannten Diagnosen, wie bspw. Kolon- und Mammakarzinom, koronarer Herzkrankheit, Diabetes mellitus und Demenz. Auch vor, während und im Anschluss an eine Schwangerschaft ist körperliche Aktivität laut PD Dr. med. KORSTEN-RECK zu empfehlen, insbesondere bei erhöhtem Risiko für Gestationsdiabetes. Das Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, könne durch Sport um 51 % reduziert werden. Literatur: Siegmund-Schultze N (2013) Bewegung wirkt wie ein Medikament. Deutsches Ärzteblatt 110(7): A271–A272 (03.04.13)



Sport hat vorbeugende Effekte auf verschiedene Krankheiten

In der richtigen Dosierung und individuell angepasst kann körperliche Aktivität der Wirkung von Medikamenten in der Vorbeugung oder Behandlung verschiedener Erkrankungen gleichgesetzt werden. Hierbei ist es wichtig, Indikation, Dosierung und …

In der richtigen Dosierung und individuell angepasst kann körperliche Aktivität der Wirkung von Medikamenten in der Vorbeugung oder Behandlung verschiedener Erkrankungen gleichgesetzt werden. Hierbei ist es wichtig, Indikation, Dosierung und eine positive Dosis-Wirkungs-Beziehung im Vorhinein genau zu durchleuchten, da bei akuten schweren Erkrankungen oder Infektionen Sport erhebliche Nebenwirkungen haben kann.

Mehrere Metaanalysen mit Teilnehmerzahlen zwischen 300 000 und 880 000 Patienten zeigten, dass durch regelmäßige sportliche Aktivität die Gesamtsterblichkeit um 22–34 %, die kardiovaskuläre Mortalität um 27–35 % gesenkt werden konnte. Hierbei ist der größte Gewinn zu Beginn eines leichten/moderaten Trainings zu vermerken. In einer prospektiven Kohortenstudie mit 416 175 Teilnehmern zeigte sich, dass bereits ab einer leichten Aktivität von 92 min/Woche oder 15 min/d eine signifikante Reduktion der Mortalität (14 %) und eine um drei Jahre verlängerte Lebenserwartung im Vergleich zur inaktiven Gruppe erreicht werden konnte.

Hierbei sollten laut Sportmediziner Prof. Dr. med. LÖLLGEN Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination, beginnend mit Aufwärmübungen, trainiert werden. Ab einem Alter von 35 Jahren und beim sportlichen Wiedereinstieg wird eine sportärztliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen. Der im Idealfall wie ein Medikament verordnete Trainingsumfang richtet sich schließlich nach der körperlichen Verfassung, gesundheitlichen Einschränkungen und dem Alter des Patienten.

Zusätzlich zur direkten präventiven Wirkung von Bewegung im Hinblick auf Morbidität und Mortalität zeigen sich auch sekundär bzw. tertiär präventive und therapeutische Effekte bei bekannten Diagnosen, wie bspw. Kolon- und Mammakarzinom, koronarer Herzkrankheit, Diabetes mellitus und Demenz. Auch vor, während und im Anschluss an eine Schwangerschaft ist körperliche Aktivität laut PD Dr. med. KORSTEN-RECK zu empfehlen, insbesondere bei erhöhtem Risiko für Gestationsdiabetes. Das Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken, könne durch Sport um 51 % reduziert werden. Literatur: Siegmund-Schultze N (2013) Bewegung wirkt wie ein Medikament. Deutsches Ärzteblatt 110(7): A271–A272 (03.04.13)

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Veröffentlicht: 03.04.2013

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