In ihrem Text beschreibt Reese unter anderem, dass die Diagnose „Lebensmittelallergie“ erst dann als gesichert gilt, wenn Befunde und Klinik (Beschwerdebild) zusammenpassen. Fälschlicherweise wird oftmals bereits von einer Allergie ausgegangen, wenn lediglich positive Testbefunde vorliegen. Wenn ein Test positiv ausfällt, muss sich das ernährungstherapeutische Vorgehen jedoch erst einmal auf die Untermauerung beziehungsweise Entkräftung der Verdachtsdiagnose richten.
Über eine ausführliche Ernährungsanamnese und idealerweise unterstützt durch ein Ernährungs- und Symptomprotokoll wird sichergestellt, dass die berichteten Symptome reproduzierbar sind, das heißt, dass sie nicht nur einmalig vorgekommen sind, sondern bei jedem Kontakt mit dem verdächtigten Lebensmittel auftreten.
Therapeutischer Part der Ernährungsfachkraft
Die therapeutische Arbeit der Ernährungsfachkraft beginnt, wenn die Diagnose „Lebensmittelallergie“ gesichert ist. Erst dann ist es sinnvoll, den Betroffenen und ggf. sein familiäres Umfeld mit dem vielschichtigen Krankheitsmanagement vertraut zu machen. Als Beratungsgrundlagen dienen die regelmäßig aktualisierten Empfehlungen zur Lebensmittelauswahl des Arbeitskreises Diätetik in der Allergologie.
Auch wenn eine Karenz des Auslösers die einzige Therapieform mit nachgewiesener Wirksamkeit bei Lebensmittelallergien ist, umfasst die Ernährungstherapie weit mehr Aspekte als die Sicherung einer Symptomfreiheit.
Bitte beachten: Der in Heft 6 gedruckte Beitrag enthält einen Fehler in Abbildung 1 bezüglich der Farbigkeit der dargestellten Balken. Die korrigierte pdf-Version wurde bereits hochgeladen und ersetzt das fehlerhafte Dokument. Die Redaktion bittet dies zu entschuldigen.
Weitere Informationen:
Sie sind Abonnent und möchten den genannten Beitrag lesen? Dann loggen Sie sich unter www.ernaehrungs-umschau.de ein und lesen Sie den vollständigen Artikel online.
In der aktuellen Printausgabe der ERNÄHRUNGS UMSCHAU (6/2016) finden Sie den Text ab Seite M338.
Sie sind kein Abonnent, möchten den Text aber dennoch erhalten? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihrer unverbindlichen Anfrage an kontakt@ernaehrungs-umschau.de. Wir informieren Sie gerne über den jeweiligen Preis pro Einzelartikel.





