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  • Werden Disease-Management-Programme (DMP) wieder abgeschafft?


Im Rahmen der Einsparungen im Gesundheitswesen wird Medienberichterstattungen zufolge offensichtlich auch die Abschaffung der DMP-Schulungen für chronisch Kranke in Erwägung gezogen. Die Disease-Management-Programme (DMP) - strukturierte Behandlungsprogramme für chronische Erkrankte – wurden im Dezember 2001 mit dem Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt.

Insbesondere den über 7 Mio. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 und 1 wurde somit ermöglicht, neben einer Patienten-Schulung an einem langfristig angelegten Behandlungsprogramm teilzunehmen, das regelmäßige Kontrolluntersuchungen anbietet. diabetesDE weist zusammen mit Berufsverbänden darauf hin, dass die Abschaffung der DMPs eine eklatante Verschlechterung der Versorgungs- und Lebenssituation der Menschen mit Diabetes bedeuten würde.

Laut eines Berichts im „Kölner Stadtanzeiger“ vom 20.6. 2010 sieht das Einsparungsprogramm der Bundesregierung folgendes vor: „Die Kassen sollen Schulungen für chronisch kranke Patienten einstellen und dadurch 300 Millionen Euro sparen (…)“. Dies nimmt diabetesDE zum Anlass, um auf gesundheitliche und ökonomische Gefahren dieser Überlegung hinzuweisen.

„Es ist eine reine Milchmädchenrechnung, eine Einsparung durch die Abschaffung der DMPs erreichen zu wollen. Aus fehlender Schulungen und schlechterer Behandlung sich entwickelnde Folgeerkrankungen des Diabetes kosten das Gesundheitssystem langfristig viel mehr Geld, als sich kurzfristig einsparen ließe.“, warnt Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Dr. Hans-Martin Reuter, Vorstand diabetesDE und 2. Vorsitzender des Bundesverbandes der Niedergelassenen Diabetologen (BVND) ergänzt: „DMP-Patienten leben länger, weil wir gesundheitliche Komplikationen durch die regelmäßigen Untersuchungen schneller erkennen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch bessere Blutzucker- und Bluttdruckwerte verringert und Folgeschäden wie das „Diabetische Fußsyndrom“ vermieden. Wie viel ist ein Menschenleben im Gesundheitswesen noch wert, wenn wir daran sparen wollen?“

Erst kürzlich veröffentlichte die DAK eine aktuelle Studie[1], die belegt, dass sich das Herzinfarkt-Risiko bei Diabetikern nach drei Jahren im DMP halbiert. Dass vor allem ältere Menschen von der strukturierten Behandlung profitieren, und mehr Lebensqualität erfahren, macht eine Evaluation der AOK[2] über ihre DMP-Programme deutlich.

Der Kritik von diabetesDE, der DDG und dem BVND schloss sich auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) an. „Menschen mit Diabetes lernen bei uns in den DMP-Schulungen von Blutzuckermessen über Insulininjektionen bis hin zu Ernährungsumstellung und Bewegungsberatung alles, womit sie ihren Alltag mit der Krankheit positiv bewältigen können. Sollten diese Schulungen nicht mehr finanziert werden, droht uns ein massiver Anstieg von Sekundärkrankheiten.“, kommentiert Evelyn Drobinski, Vorstandsvorsitzendes des VDBD. Quelle: diabetesDE vom 21.06.10 (25.06.10)

[1] http://www.presse.dak.de/ps.nsf/sbl/E6C7F8D7A2AF1052C1257737002B7C72
[2] http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/Presse/GG_18_19.pdf





Im Rahmen der Einsparungen im Gesundheitswesen wird Medienberichterstattungen zufolge offensichtlich auch die Abschaffung der DMP-Schulungen für chronisch Kranke in Erwägung gezogen. Die Disease-Management-Programme (DMP) - strukturierte Behandlungsprogramme für chronische Erkrankte – wurden im Dezember 2001 mit dem Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt.

Insbesondere den über 7 Mio. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 und 1 wurde somit ermöglicht, neben einer Patienten-Schulung an einem langfristig angelegten Behandlungsprogramm teilzunehmen, das regelmäßige Kontrolluntersuchungen anbietet. diabetesDE weist zusammen mit Berufsverbänden darauf hin, dass die Abschaffung der DMPs eine eklatante Verschlechterung der Versorgungs- und Lebenssituation der Menschen mit Diabetes bedeuten würde.

Laut eines Berichts im „Kölner Stadtanzeiger“ vom 20.6. 2010 sieht das Einsparungsprogramm der Bundesregierung folgendes vor: „Die Kassen sollen Schulungen für chronisch kranke Patienten einstellen und dadurch 300 Millionen Euro sparen (…)“. Dies nimmt diabetesDE zum Anlass, um auf gesundheitliche und ökonomische Gefahren dieser Überlegung hinzuweisen.

„Es ist eine reine Milchmädchenrechnung, eine Einsparung durch die Abschaffung der DMPs erreichen zu wollen. Aus fehlender Schulungen und schlechterer Behandlung sich entwickelnde Folgeerkrankungen des Diabetes kosten das Gesundheitssystem langfristig viel mehr Geld, als sich kurzfristig einsparen ließe.“, warnt Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Dr. Hans-Martin Reuter, Vorstand diabetesDE und 2. Vorsitzender des Bundesverbandes der Niedergelassenen Diabetologen (BVND) ergänzt: „DMP-Patienten leben länger, weil wir gesundheitliche Komplikationen durch die regelmäßigen Untersuchungen schneller erkennen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch bessere Blutzucker- und Bluttdruckwerte verringert und Folgeschäden wie das „Diabetische Fußsyndrom“ vermieden. Wie viel ist ein Menschenleben im Gesundheitswesen noch wert, wenn wir daran sparen wollen?“

Erst kürzlich veröffentlichte die DAK eine aktuelle Studie[1], die belegt, dass sich das Herzinfarkt-Risiko bei Diabetikern nach drei Jahren im DMP halbiert. Dass vor allem ältere Menschen von der strukturierten Behandlung profitieren, und mehr Lebensqualität erfahren, macht eine Evaluation der AOK[2] über ihre DMP-Programme deutlich.

Der Kritik von diabetesDE, der DDG und dem BVND schloss sich auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) an. „Menschen mit Diabetes lernen bei uns in den DMP-Schulungen von Blutzuckermessen über Insulininjektionen bis hin zu Ernährungsumstellung und Bewegungsberatung alles, womit sie ihren Alltag mit der Krankheit positiv bewältigen können. Sollten diese Schulungen nicht mehr finanziert werden, droht uns ein massiver Anstieg von Sekundärkrankheiten.“, kommentiert Evelyn Drobinski, Vorstandsvorsitzendes des VDBD. Quelle: diabetesDE vom 21.06.10 (25.06.10)

[1] http://www.presse.dak.de/ps.nsf/sbl/E6C7F8D7A2AF1052C1257737002B7C72
[2] http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/Presse/GG_18_19.pdf



Werden Disease-Management-Programme (DMP) wieder abgeschafft?

Im Rahmen der Einsparungen im Gesundheitswesen wird Medienberichterstattungen zufolge offensichtlich auch die Abschaffung der DMP-Schulungen für chronisch Kranke in Erwägung gezogen. Die Disease-Management-Programme (DMP) - strukturierte Behandlungsprogramme für chronische Erkrankte …

Im Rahmen der Einsparungen im Gesundheitswesen wird Medienberichterstattungen zufolge offensichtlich auch die Abschaffung der DMP-Schulungen für chronisch Kranke in Erwägung gezogen. Die Disease-Management-Programme (DMP) – strukturierte Behandlungsprogramme für chronische Erkrankte – wurden im Dezember 2001 mit dem Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt.

Insbesondere den über 7 Mio. Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 und 1 wurde somit ermöglicht, neben einer Patienten-Schulung an einem langfristig angelegten Behandlungsprogramm teilzunehmen, das regelmäßige Kontrolluntersuchungen anbietet. diabetesDE weist zusammen mit Berufsverbänden darauf hin, dass die Abschaffung der DMPs eine eklatante Verschlechterung der Versorgungs- und Lebenssituation der Menschen mit Diabetes bedeuten würde.

Laut eines Berichts im „Kölner Stadtanzeiger“ vom 20.6. 2010 sieht das Einsparungsprogramm der Bundesregierung folgendes vor: „Die Kassen sollen Schulungen für chronisch kranke Patienten einstellen und dadurch 300 Millionen Euro sparen (…)“. Dies nimmt diabetesDE zum Anlass, um auf gesundheitliche und ökonomische Gefahren dieser Überlegung hinzuweisen.

„Es ist eine reine Milchmädchenrechnung, eine Einsparung durch die Abschaffung der DMPs erreichen zu wollen. Aus fehlender Schulungen und schlechterer Behandlung sich entwickelnde Folgeerkrankungen des Diabetes kosten das Gesundheitssystem langfristig viel mehr Geld, als sich kurzfristig einsparen ließe.“, warnt Prof. Dr. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Dr. Hans-Martin Reuter, Vorstand diabetesDE und 2. Vorsitzender des Bundesverbandes der Niedergelassenen Diabetologen (BVND) ergänzt: „DMP-Patienten leben länger, weil wir gesundheitliche Komplikationen durch die regelmäßigen Untersuchungen schneller erkennen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch bessere Blutzucker- und Bluttdruckwerte verringert und Folgeschäden wie das „Diabetische Fußsyndrom“ vermieden. Wie viel ist ein Menschenleben im Gesundheitswesen noch wert, wenn wir daran sparen wollen?“

Erst kürzlich veröffentlichte die DAK eine aktuelle Studie[1], die belegt, dass sich das Herzinfarkt-Risiko bei Diabetikern nach drei Jahren im DMP halbiert. Dass vor allem ältere Menschen von der strukturierten Behandlung profitieren, und mehr Lebensqualität erfahren, macht eine Evaluation der AOK[2] über ihre DMP-Programme deutlich.

Der Kritik von diabetesDE, der DDG und dem BVND schloss sich auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) an. „Menschen mit Diabetes lernen bei uns in den DMP-Schulungen von Blutzuckermessen über Insulininjektionen bis hin zu Ernährungsumstellung und Bewegungsberatung alles, womit sie ihren Alltag mit der Krankheit positiv bewältigen können. Sollten diese Schulungen nicht mehr finanziert werden, droht uns ein massiver Anstieg von Sekundärkrankheiten.“, kommentiert Evelyn Drobinski, Vorstandsvorsitzendes des VDBD. Quelle: diabetesDE vom 21.06.10 (25.06.10)

[1] http://www.presse.dak.de/ps.nsf/sbl/E6C7F8D7A2AF1052C1257737002B7C72
[2] http://www.diabetesde.org/fileadmin/users/Patientenseite/Presse/GG_18_19.pdf

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Veröffentlicht: 25.06.2010

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