Ziel des Projektes ist es, Ernährung und Alterungsprozesse in verschiedenen Ländern zu untersuchen, und herauszufinden, welchen Einfluss die Ernährung auf das Redox-Gleichgewicht im Körper hat. Oxidativer Stress sei beispielsweise mitverantwortlich für entzündliche beziehungsweise degenerative Erkrankungen, so Claus Jacob, Professor für Bioorganische Chemie an der Universität des Saarlandes. „Auch die Darmflora ist ein wichtiger Punkt, denn ihre Zusammensetzung lässt sich durch die Ernährung steuern, was sich wiederum erheblich auf die Gesundheit auswirken kann. Je mehr wir über diese Zusammenhänge wissen, umso besser werden wir Alterungsprozesse beeinflussen und Krankheiten vorbeugen können“, erklärt er in einer Mitteilung der Universität.
Am Forschernetzwerk beteiligt sind rund hundert Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen und aus verschiedenen Ländern – von den Maghreb-Staaten bis zum Kaukasus: Unter anderem Zellbiologen, chemische Analytiker, Biochemiker, Ernährungswissenschaftler, Altersforscher, aber auch Soziologen, die beispielsweise die Ernährungsgewohnheiten und Versorgung älterer Menschen untersuchen, sowie eine Forschergruppe, die sich gezielt mit Sportlern befasst. Die Saarbrücker Forscher untersuchen Nahrungsbestandteile und deren Eigenschaften im Labor und führen anschließend Zellkultur-Tests mit Mikroben durch.
Das Projekt „NutRedOx“ (Personalized Nutrition in aging society: redox control of major age-related diseases) wird von 2017 bis 2021 gefördert. Die Finanzierung erfolgt innerhalb der Förderlinie „COST“ (European Cooperation in Science and Technology), die Wissenschaftlern die Möglichkeit bietet, sich über Netzwerke an einer europäischen Verbundforschung zu beteiligen.
Quelle: Universität des Saarlandes





