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  • Wie probiotische Bakterien vor Entzündungen im Darm schützen


© Simone Rößling/Fotolia.com

Einige Milchsäurebakterien können Entzündungen lindern und so Magen- und Darmbeschwerden vorbeugen. Warum das so ist, war bislang unbekannt. Wissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München haben nun den biochemischen Mechanismus entschlüsselt, der hinter der Schutzwirkung der Bakterien steckt.

In Versuchen mit Mäusen konnten die Forscher zeigen, dass Lactocepin – ein von bestimmten Milchsäurebakterien produziertes Enzym – gezielt entzündungsfördernde Botenstoffe abbaut. Mit dem Wissen um die Wirkung der Mikroorganismen lassen sich neue therapeutische Ansätze für chronische Darmerkrankungen entwickeln, sind sich die Forscher sicher.

In den letzten Jahren häufen sich die wissenschaftlichen Belege dafür, dass einige Bakterienstämme tatsächlich probiotisch wirken und so Erkrankungen vorbeugen können. Einen Mechanismus, der hinter diesem Schutzeffekt steckt, haben nun Biologen und Ernährungswissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München (TUM) aufgedeckt. In Versuchen mit Mäusen haben sie beobachtet, dass Lactocepin – ein vom Milchsäurebakterium Lactobacillus paracasei produziertes Enzym – gezielt Entzündungsreaktionen unterbrechen kann. Lactocepin baut entzündungsfördernde Botenstoffe im erkrankten Gewebe ab, die sog. Chemokine. Diese werden als Teil der "normalen" Immunabwehr benötigt, um Abwehrzellen zu den Infektionsherden zu leiten. Bei chronischen Darmerkrankungen ist der sonst so effektive Abwehrmechanismus gegen Infektionserreger aber gestört. Chemokine wie das IP-10 tragen dann dazu bei, dass das angegriffene Gewebe chronisch entzündet bleibt und nicht heilen kann.

"Lactocepin ist in der lebenmitteltechnologischen Forschung ein alter Bekannter", sagt Prof. HALLER (TUM-Lehrstuhl für Biofunktionalität der Lebensmittel). "Überraschend ist jedoch dessen biomedizinische Wirkung, die Kraft mit der das Enzym ganz bestimmte Entzündungsbotenstoffe angreift und abbaut." Auf der Grundlage dieses Wirkungsmechanismus ließen sich neue Ansätze für eine gezielte Prävention und Therapie von chronischen Darmerkrankungen und von Hautkrankheiten entwickeln: "Der entzündungshemmende Effekt von Lactocepin ist lokal begrenzt, Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt."

Im nächsten Schritt plant HALLER klinische Studien, um eine pharmazeutische Anwendung des Enzyms zu prüfen, und auch bei der "Herstellung" von Lactocepin durch die Milchsäurebakterien sind noch Fragen offen. Manche Bakterienstämme wie der untersuchte Lactobacillus paracasei produzieren hochpotente Lactocepine, bei anderen Mikroorganismen steht der Nachweis der Wirksamkeit noch aus. HALLER warnt deshalb: "Nicht jedes Produkt, das als ‚probiotisch’ bezeichnet wird, hat diesen Namen auch verdient."
Literatur: von Schillde M-A, Hörmannsperger G, Weiher M et al. (2012) Lactocepin Secreted By Lactobacillus Exerts Anti-Inflammatory Effects By Selectively Degrading Proinflammatory Chemokines. Cell Host & Microbe 11: 387–396. doi: 10.1016/j.chom.2012.02.006 Quelle: Technische Universität München, Pressemeldung vom 25.04.2012 (11.05.12)



© Simone Rößling/Fotolia.com
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Einige Milchsäurebakterien können Entzündungen lindern und so Magen- und Darmbeschwerden vorbeugen. Warum das so ist, war bislang unbekannt. Wissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München haben nun den biochemischen Mechanismus entschlüsselt, der hinter der Schutzwirkung der Bakterien steckt.

In Versuchen mit Mäusen konnten die Forscher zeigen, dass Lactocepin – ein von bestimmten Milchsäurebakterien produziertes Enzym – gezielt entzündungsfördernde Botenstoffe abbaut. Mit dem Wissen um die Wirkung der Mikroorganismen lassen sich neue therapeutische Ansätze für chronische Darmerkrankungen entwickeln, sind sich die Forscher sicher.

In den letzten Jahren häufen sich die wissenschaftlichen Belege dafür, dass einige Bakterienstämme tatsächlich probiotisch wirken und so Erkrankungen vorbeugen können. Einen Mechanismus, der hinter diesem Schutzeffekt steckt, haben nun Biologen und Ernährungswissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München (TUM) aufgedeckt. In Versuchen mit Mäusen haben sie beobachtet, dass Lactocepin – ein vom Milchsäurebakterium Lactobacillus paracasei produziertes Enzym – gezielt Entzündungsreaktionen unterbrechen kann. Lactocepin baut entzündungsfördernde Botenstoffe im erkrankten Gewebe ab, die sog. Chemokine. Diese werden als Teil der "normalen" Immunabwehr benötigt, um Abwehrzellen zu den Infektionsherden zu leiten. Bei chronischen Darmerkrankungen ist der sonst so effektive Abwehrmechanismus gegen Infektionserreger aber gestört. Chemokine wie das IP-10 tragen dann dazu bei, dass das angegriffene Gewebe chronisch entzündet bleibt und nicht heilen kann.

"Lactocepin ist in der lebenmitteltechnologischen Forschung ein alter Bekannter", sagt Prof. HALLER (TUM-Lehrstuhl für Biofunktionalität der Lebensmittel). "Überraschend ist jedoch dessen biomedizinische Wirkung, die Kraft mit der das Enzym ganz bestimmte Entzündungsbotenstoffe angreift und abbaut." Auf der Grundlage dieses Wirkungsmechanismus ließen sich neue Ansätze für eine gezielte Prävention und Therapie von chronischen Darmerkrankungen und von Hautkrankheiten entwickeln: "Der entzündungshemmende Effekt von Lactocepin ist lokal begrenzt, Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt."

Im nächsten Schritt plant HALLER klinische Studien, um eine pharmazeutische Anwendung des Enzyms zu prüfen, und auch bei der "Herstellung" von Lactocepin durch die Milchsäurebakterien sind noch Fragen offen. Manche Bakterienstämme wie der untersuchte Lactobacillus paracasei produzieren hochpotente Lactocepine, bei anderen Mikroorganismen steht der Nachweis der Wirksamkeit noch aus. HALLER warnt deshalb: "Nicht jedes Produkt, das als ‚probiotisch’ bezeichnet wird, hat diesen Namen auch verdient."
Literatur: von Schillde M-A, Hörmannsperger G, Weiher M et al. (2012) Lactocepin Secreted By Lactobacillus Exerts Anti-Inflammatory Effects By Selectively Degrading Proinflammatory Chemokines. Cell Host & Microbe 11: 387–396. doi: 10.1016/j.chom.2012.02.006 Quelle: Technische Universität München, Pressemeldung vom 25.04.2012 (11.05.12)



Wie probiotische Bakterien vor Entzündungen im Darm schützen

© Simone Rößling/Fotolia.com Einige Milchsäurebakterien können Entzündungen lindern und so Magen- und Darmbeschwerden vorbeugen. Warum das so ist, war bislang unbekannt. Wissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München haben nun …

© Simone Rößling/Fotolia.com

Einige Milchsäurebakterien können Entzündungen lindern und so Magen- und Darmbeschwerden vorbeugen. Warum das so ist, war bislang unbekannt. Wissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München haben nun den biochemischen Mechanismus entschlüsselt, der hinter der Schutzwirkung der Bakterien steckt.

In Versuchen mit Mäusen konnten die Forscher zeigen, dass Lactocepin – ein von bestimmten Milchsäurebakterien produziertes Enzym – gezielt entzündungsfördernde Botenstoffe abbaut. Mit dem Wissen um die Wirkung der Mikroorganismen lassen sich neue therapeutische Ansätze für chronische Darmerkrankungen entwickeln, sind sich die Forscher sicher.

In den letzten Jahren häufen sich die wissenschaftlichen Belege dafür, dass einige Bakterienstämme tatsächlich probiotisch wirken und so Erkrankungen vorbeugen können. Einen Mechanismus, der hinter diesem Schutzeffekt steckt, haben nun Biologen und Ernährungswissenschaftler um Prof. Dirk HALLER von der TU München (TUM) aufgedeckt. In Versuchen mit Mäusen haben sie beobachtet, dass Lactocepin – ein vom Milchsäurebakterium Lactobacillus paracasei produziertes Enzym – gezielt Entzündungsreaktionen unterbrechen kann. Lactocepin baut entzündungsfördernde Botenstoffe im erkrankten Gewebe ab, die sog. Chemokine. Diese werden als Teil der “normalen” Immunabwehr benötigt, um Abwehrzellen zu den Infektionsherden zu leiten. Bei chronischen Darmerkrankungen ist der sonst so effektive Abwehrmechanismus gegen Infektionserreger aber gestört. Chemokine wie das IP-10 tragen dann dazu bei, dass das angegriffene Gewebe chronisch entzündet bleibt und nicht heilen kann.

“Lactocepin ist in der lebenmitteltechnologischen Forschung ein alter Bekannter”, sagt Prof. HALLER (TUM-Lehrstuhl für Biofunktionalität der Lebensmittel). “Überraschend ist jedoch dessen biomedizinische Wirkung, die Kraft mit der das Enzym ganz bestimmte Entzündungsbotenstoffe angreift und abbaut.” Auf der Grundlage dieses Wirkungsmechanismus ließen sich neue Ansätze für eine gezielte Prävention und Therapie von chronischen Darmerkrankungen und von Hautkrankheiten entwickeln: “Der entzündungshemmende Effekt von Lactocepin ist lokal begrenzt, Nebenwirkungen sind bislang nicht bekannt.”

Im nächsten Schritt plant HALLER klinische Studien, um eine pharmazeutische Anwendung des Enzyms zu prüfen, und auch bei der “Herstellung” von Lactocepin durch die Milchsäurebakterien sind noch Fragen offen. Manche Bakterienstämme wie der untersuchte Lactobacillus paracasei produzieren hochpotente Lactocepine, bei anderen Mikroorganismen steht der Nachweis der Wirksamkeit noch aus. HALLER warnt deshalb: “Nicht jedes Produkt, das als ‚probiotisch’ bezeichnet wird, hat diesen Namen auch verdient.”
Literatur: von Schillde M-A, Hörmannsperger G, Weiher M et al. (2012) Lactocepin Secreted By Lactobacillus Exerts Anti-Inflammatory Effects By Selectively Degrading Proinflammatory Chemokines. Cell Host & Microbe 11: 387–396. doi: 10.1016/j.chom.2012.02.006 Quelle: Technische Universität München, Pressemeldung vom 25.04.2012 (11.05.12)

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Veröffentlicht: 11.05.2012

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