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  • Elternbasierte Programme zur Prävention von Adipositas bei Kleinkindern
© Prostock-Studio /iStock/Getty Images Plus
Familie mit kleinem Kind bereitet gemeinsam Salat zu
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Online News: Elternbasierte Programme zur Prävention von Adipositas bei Kleinkindern

Weltweit nehmen Übergewicht und Adipositas zu – und damit das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Eine Analyse im Rahmen der internationalen Forschungskooperation TOPCHILD zeigt, dass aufklärende Programme für Eltern allein nicht ausreichen, um Adipositas im Kleinkindalter vorzubeugen.

Weltweit leben rund 37 Mio. Kinder unter fünf Jahren mit Übergewicht oder Adipositas. Prognosen zufolge könnte bis 2050 sogar ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen betroffen sein. Das ist problematisch, da starkes Übergewicht das Risiko für zahlreiche weitere Erkrankungen, etwa Typ-2-Diabetes, erhöht. Umso wichtiger ist es, Adiposität frühzeitig entgegenzuwirken.

Ein Ansatz sind Präventionsprogramme, bei denen Verhaltensänderungen der Eltern ein gesundes Körpergewicht des Kindes fördern sollen – z. B. eine ausgewogenere Ernährung, mehr Schlaf und Bewegung sowie weniger Bildschirmzeit.

In einer groß angelegten Analyse im Rahmen der internationalen Forschungskooperation TOPCHILD, die unter Leitung der Universität Rostock durchgeführt wurde, wurden Daten von 31 Interventionsstudien mit knapp 29000 Kindern aus zehn Ländern hinsichtlich der Wirksamkeit solcher Maßnahmen ausgewertet. Die Maßnahmen begleiteten die Eltern dabei von der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes – etwa über mobile Apps, Gruppentreffen in Gemeinden oder Hausbesuche von Fachkräften.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich im Alter von zwei Jahren bei den Kindern kein messbarer Einfluss der Präventionsprogramme auf das Körpergewicht feststellen ließ. Gründe dafür kann es viele geben. Da die erste Lebensphase für viele Familien herausfordernd ist, könnten sich Eltern vermutlich nur begrenzt auf Verhaltensänderungen einlassen. Einkommensschwache Familien, deren Kinder häufiger von Adipositas betroffen sind, werden durch solche Programme zudem seltener erreicht.

Die Forschenden empfehlen, Präventionsmaßnahmen stärker auf strukturelle Aspekte zu konzentrieren – etwa auf einen besseren Zugang zu gesunden Lebensmitteln und Bewegungsmöglichkeiten (z. B. Grünflächen).

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE),Pressemeldung vom 01.10.2025


Literatur: Hunter KE, Nguyen D, Libesman S, et al.: Parent-focused behavioural interventions for the prevention of early childhood obesity (TOPCHILD): a systematic review and individual participant data meta-analysis. The Lancet 2025; 406(10509): 1235–54.

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Veröffentlicht: 10.11.2025

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