Ernährungsumgebungen Part II – Strukturen, Versorgung, Räume
Was Menschen essen, ist längst nicht mehr allein das Ergebnis individueller Entscheidungen. Ernährungspraktiken werden wesentlich durch die Bedingungen geprägt, unter denen Lebensmittel verfügbar, bezahlbar und attraktiv sind. Ernährungsumgebungen bilden damit den Kontext, in dem Ernährung stattfindet – im Alltag, in Bildungs- und Arbeitswelten, im Handel und in der Gastronomie ebenso wie in digitalen Räumen.
Vor dem Hintergrund von Polykrisen sowie eines rapiden technologischen und gesellschaftlichen Wandels verändern sich diese Umgebungen grundlegend. Fragen der Versorgung, der Teilhabe und gesundheitlichen Chancengleichheit treffen auf neue Möglichkeiten der Personalisierung und Digitalisierung – während unzureichende Strukturen, wachsende Prävalenzen ernährungsabhängiger Erkrankungen und die Notwendigkeit nachhaltiger Wirtschafts- und Ernährungsweisen weiterhin drängende Herausforderungen darstellen.
Warum Part II? Anlässlich des 30. Jubiläums knüpft die diesjährige Ausgabe an das 26. Heidelberger Ernährungsforum 2022 an und stellt die Strukturen und Akteur*innen in den Mittelpunkt, die Ernährungsumgebungen prägen und gestalten. Aktueller Forschungsstand, gesellschaftliche Entwicklungen und praktische Perspektiven werden dabei zusammengeführt.
Drei Leitfragen strukturieren die Diskussion entlang der drei Themenachsen Strukturen, Versorgung und Räume:
- Welche Dynamiken prägen Ernährungsumgebungen aktuell – und auf welche Wissenslücken muss dringend reagiert werden?
- An welchen konkreten Stellschrauben in der Praxis muss noch gedreht werden, um Ernährungsumgebungen im Alltag der Menschen fair, gesund und krisenfest zu machen?
- Welche Akteur*innen bzw. Rollen, Zuständigkeiten und Allianzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden dazu benötigt?
Das Programm folgt in Kürze. Weitere Information rechts unter Mehr zum Termin.
