Was bleibt, was ändert sich? Eine 3-Generationen-Studie zum Verzehr von und Umgang mit Lebensmitteln
- 06.11.2014
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Christine Brombach, Deborah Haefeli, Wädenswil/Schweiz; Silke Bartsch, Karlsruhe; Sophie Clauß, Wädenswil/Schweiz; Gertrud Winkler, Albstadt-Sigmaringen
Peer-Review-Verfahren | Eingegangen: 17.04.2014 | Akzeptiert: 26.09.2014
Essverhalten wird überwiegend durch Sozialisations- und Enkulturationsprozesse erlernt. Eltern und Großeltern spielen dabei eine wichtige Rolle. Entwicklungen im Essverhalten müssen daher auch vor dem Hintergrund generationenübergreifender Einflüsse betrachtet werden.
Zusammenfassung
Ernährungsverhalten und Umgang mit Lebensmitteln von drei Generationen – Großeltern, Eltern und deren erwachsenen Kindern – wurden gegenübergestellt und innerhalb der Generationen Vergleiche mit dem Verhalten in der Kindheit angestellt. Dazu wurden Studierende, ihre Eltern und Großeltern zu Lebensmittelverzehr, Kochen, Vorratshaltung und Resteverwertung befragt, um intra- und intergenerative Unterschiede diesbezüglich zu beschreiben. Bei Milch und Milchprodukten, alkoholischen Getränken und Fisch und Meeresfrüchten zeigen sich keine Differenzen in der Häufigkeit des Verzehrs in der Kindheit der drei Generationen. Heute verzehren die drei Generationen Vollkornprodukte und alkoholische Getränke unterschiedlich häufig.
Die eigene Kochkompetenz wird in der älteren Generation besser als in den jüngeren eingeschätzt. Die Vorratshaltung ist sehr ähnlich. Den ressourcenschonenden Umgang mit Lebensmittelresten beherrscht die Großelterngeneration am besten. Die Studie weist darauf hin, dass sich bei einigen Lebensmittelgruppen die Verzehrhäufigkeiten im Laufe des Lebens und über drei Generationen ändern, bei anderen dagegen konstant bleiben. Als potenzielle Einflussfaktoren für Verhaltensmodifikationen sollten die wechselseitigen Einflüsse der Generationen aufeinander intensiver untersucht werden.
Schlüsselwörter: Ernährungsverhalten, Lebensmittelverzehr, Umgang mit Lebensmitteln, Generationen, intergenerative Unterschiede
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 11/14 von Seite 171 bis 177.
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