Neue Maßstäbe für die Verpflegung mit „Essen auf Rädern“
- 12.01.2011
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- Redaktion
Ricarda Holtorf, Bonn
„Essen auf Rädern“ hat als „meals on wheels“ seine Wurzeln in England und eine über 60-jährige Geschichte. Mit dem bundesweiten „Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nun erstmals Kriterien für die Verpflegung mit „Essen auf Rädern“ zur Verfügung, die eine Optimierung der Speisenqualität zum Ziel haben. Unter „Speisenqualität“ wird dabei nicht nur die Speise selbst verstanden, sondern auch die Beratung im Vorfeld und der Service bei der Lieferung der Mahlzeit.Nach Vorausberechnungen des statistischen Bundesamtes wird die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland im Jahr 2050 über 10 Mio. betragen. Vor dem Hintergrund dieser demografischen Entwicklung gewinnen Angebote wie „Essen auf Rädern“, offene Mittagstische in Senioreneinrichtungen oder Dienstleistungen wie „Auf Rädern zum Essen“, zunehmend an Bedeutung. Zurzeit sind es etwa 320 000 ältere Menschen, die sich die Speisen von rund 2 500 Mahlzeitendiensten bringen lassen.
Doch wie kann die Qualität eines vollwertigen Mittagsverpflegungsangebots nun tatsächlich definiert werden? Im neuen „Qualitätsstandard für Essen auf Rädern“ hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. im Rahmen des Projekts „Fit im Alter – Gesund essen, besser leben.“ mit praxisnahen und überprüfbaren Kriterien einen Maßstab erarbeitet, an dem die Qualität dieses Angebotes gemessen werden kann. Dies erfolgte im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Praxis, Wissenschaft und Politik. Damit liegt für die Seniorenverpflegung neben einem Qualitätsstandard für die Vollverpflegung in stationären Senioreneinrichtungen nun zusätzlich ein Standard für die Mittagsverpflegung vor.
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 01/11 ab Seite B 1.
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