Salzreduktion als bevölkerungsbezogene Präventionsmaßnahme (Peer-Review-Beitrag)

Teil 2 – Evidenz zum blutdrucksenkenden Effekt einer reduzierten Salzzufuhr

Leonie Knorpp, Anja Kroke, Fulda

Ob sich eine Reduzierung der Salzzufuhr präventiv auf die Entwicklung von zu hohem Blutdruck im Kindes- und Erwachsenenalter auswirkt, ist Gegenstand intensiver Forschung und wissenschaftlicher Diskussion der letzten Jahrzehnte. Der folgende Beitrag  beschäftigt sich mit der Bewertung der Evidenz auf dem Stand aktueller Forschung und zeigt auf, wie groß der blutdrucksenkende Effekt bei moderater Reduzierung der Salzzufuhr ausfallen kann.

Untersuchungen zum blutdrucksenkenden Effekt einer Salzreduktion haben z. T. unterschiedliche Effektstärken ermittelt und vor allem im Hinblick auf deren Nutzen für Normotoniker zu kontroversen Einschätzungen geführt. Dabei erfolgt die Bewertung der Evidenz heute standardmäßig mit Hilfe von Metaanalysen.

Die kritische Auseinandersetzung mit den aktuell vorliegenden Metaanalysen macht deutlich, dass deren Aussagekraft aufgrund methodischer Qualitätsmängel z. T. eingeschränkt ist. So sind unter Berücksichtigung existierender Gütekriterien nicht alle Analysen zur Evidenzbewertung geeignet. Die Ergebnisse einer Metaanalyse von HE und MACGREGOR aus dem Jahr 2004 sowie der DASH-Studie bieten die derzeit beste Grundlage, um die Evidenz zum Zusammenhang zwischen Salzzufuhr und Blutdruck zu bewerten. Danach dürfte eine moderate Reduzierung der Salzzufuhr um etwa 4–6 g/Tag zu einer systolischen/diastolischen Blutdruckreduzierung von 5/3 mmHg bei Hypertonikern und 2/1 mmHg bei Normotonikern führen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 07/10 ab Seite 357.

Eingereicht: 29. 9. 2009 Akzeptiert: 16. 4. 2010

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