Ist es in Schulmensen wirklich so laut? „Lärm“-Messungen in Schulmensen (Peer-Review-Verfahren)

Eingegangen: 14.02.2011 | Akzeptiert: 03.03.2011

Romana Braun, Selina Brutscher, Gertrud Winkler, Sigmaringen

Viele Schulmensen müssen attraktiver werden, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Die Attraktivität wird maßgeblich durch eine ansprechende Atmosphäre bestimmt, zu der auch gehört, dass es nicht zu laut ist. Tatsächlich beklagen viele Schüler und Lehrer, dass es ihnen in der Mensa zu laut sei und sie deshalb nicht gerne am Mittagessen teilnehmen. Da bisher kaum Lärmmessungen aus Schulmensen vorliegen, wurden in zwölf ausgewählten Mensaspeisesälen der maximale und mittlere Schalldruckpegel zur Stoßzeit als Schätzer für die Lärmbelastung, sowie die Nachhallzeit T60 als Anhaltsgröße für das Lärmminderungspotenzial gemessen.

Exemplarische Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms in Schulmensen

Die Lärmbelastung scheint in Schulmensen häufig ein Grund zu sein, warum potenzielle Gäste dort nicht gerne hingehen. Der durchschnittliche mittlere Schalldruckpegel in den Speisesälen lag bei 75 dB. D. h., es ist dort etwa viermal so laut, wie in der Norm SIA 181 Schallschutz im Hochbau für Kantinen empfohlen. Die Nachhallzeiten in den Speisesälen waren extrem unterschiedlich und lagen zwischen 0,53 und 1,25 s.

Schallschutz und Raumakustik sollten bei Neu- und Umbauten von Schulmensen deutlich stärker als bisher berücksichtigt werden. Abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten können Maßnahmen zur Dämpfung des Lärms Abhilfe schaffen, Maßnahmen zur Lärmreduzierung werden aber fast immer unumgänglich sein.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs Umschau 08/11 ab Seite 410.

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