Leitlinien in der Medizin
- 14.09.2004
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- Redaktion
In den letzten 10 Jahren sind medizinische Leitlinien in zahlreichen Ländern veröffentlicht worden. Erstellt bzw. herausgegeben werden sie von den unterschiedlichsten Organisationen. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizininischen Fachgesellschaften mit derzeit 145 Mitgliedern hat sich in Deutschland schon früh mit der Frage der Erstellung, Beurteilung und Implementierung von Leitlinien auseinander gesetzt. Einführend stellen wir die methodischen Empfehlungen der AWMF zur Erarbeitung von Leitlinien für Diagnostik und Therapie, Februar 2000, vor. Leitlinien sind systematisch entwickelte Darstellungen und Empfehlungen mit dem Zweck, Ärzte und Patienten bei der Entscheidung über angemessene Maßnahmen der Krankenversorgung (Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge) unter spezifischen medizinischen Umständen zu unterstützen. Leitlinien geben den Stand des Wissens (Ergebnisse von kontrollierten klinischen Studien und Wissen von Experten) über effektive und angemessene Krankenversorgung zum Zeitpunkt der „Drucklegung“ wieder. Leitlinien sollen einfach (checklistenartig), aber auch umfassend sein. Sie sollen die Diagnostik, Indikation, Gegenindikation, Therapie einschließlich adjuvanter Maßnahmen und Nachbehandlung enthalten. Es sollten die Bedingungen, unter denen eine Therapie empfehlenswert oder auch nicht empfehlenswert ist, genannt werden.Leitlinien sollen folgende Fragen beantworten:
- Was ist notwendig?
- Was ist in Einzelfällen nützlich?
- Was ist überflüssig?
- Was ist obsolet?
- Was muss stationär behandelt werden?
- Was kann ambulant behandelt werden?
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ernährungs-Umschau 09/04 ab Seite 358.
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