Lösungsbogen EU 06/13: Ernährungsberatung in Gruppen Teil 2
- 16.08.2013
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- Redaktion
Die jeweils richtige Antwort ist fett hinterlegt:
1. Die eigene Selbstwirksamkeit sowie die der Gruppe wird durch den Gruppenprozess
gestärkt. Welche Aussage dazu ist FALSCH?
- Der Berater lässt den Teilnehmern möglichst viel Spielraum zur Kommunikation, damit sie Verhaltenssicherheit entwickeln können.
- Hinweise und Lösungen anderer Gruppenmitglieder müssen vom Berater auf ihre Nützlichkeit überprüft und entsprechend kommentiert werden.
- Im praktischen Tun sollen Gemeinsamkeiten für die Gruppenmitglieder erlebbar und erfahrbar werden.
- Durch den Austausch mit anderen Teilnehmern erfährt der Einzelne selbst Entlastung und Unterstützung.
2. Wann ist eine in der Gruppenberatung eingesetzte Methode hilfreich und effektiv?
- Wenn sie allen Teilnehmern gut gefällt.
- Wenn der Gruppenberater schon lange mit ihr arbeitet.
- Wenn sie aktive Erfahrung im Umgang mit Selbst, Gruppe und Sache ermöglicht.
- Wenn sie erfolgreich überprüfbares Wissen vermittelt.
3. In welcher Situation eignet sich welche Form von Methoden?
- Zu Beginn eines Gruppenberatungskurses: Brainstorming
- Wenn eine Gruppenstunde beginnt: Konzentrationsübungen
- Wenn die Teilnehmer müde oder gestresst sind: Bewegungs-, Atem- oder Entspannungsübungen
- Wenn Ideen gebraucht werden: Kontaktspiele, Spiele mit Spaß und Humor
4. Welche der folgenden Fragen ist NICHT geeignet, Teilnehmer zu einer offenen Kommunikation anzuregen und erlebte Situationen zu schildern?
- Wie war das genau?
- Was ging Ihnen durch den Kopf?
- Wie geht es Ihnen jetzt?
- Warum wollen Sie mit uns nicht darüber reden?
5. Was beinhaltet die Anfangsphase einer Gruppenberatung?
1. Die Zeit vor Beginn der Gruppenberatung
2. Die erste Gruppenstunde und das Warmwerden
3. Den Einstieg in das Thema
4. Die Auftragsklärung
- Nur die Antworten 1 und 2 sind richtig.
- Nur die Antworten 2 und 3 sind richtig.
- Nur die Antworten 2, 3 und 4 sind richtig.
- Alle Antworten sind richtig.
6. Erst in der eigentlichen Arbeitsphase entwickeln sich …
1. festere Rollenverteilungen.
2. eine Gruppenkultur und ein Gruppenklima.
3. Selbstverständnis und Selbstbewusstsein des Beraters.
4. Distanz und Nähe zwischen Teilnehmern.
- Nur die Antwort 2 ist richtig.
- Nur die Antworten 1 und 3 sind richtig.
- Nur die Antworten 3 und 4 sind richtig.
- Nur die Antworten 1, 2 und 4 sind richtig.
7. Welche der folgenden Aufgaben gehört NICHT standardmäßig zur Abschlussphase
einer Gruppenberatung?
- Rückblick auf den Beratungsprozess
- Adressen austauschen
- Perspektiven entwickeln für die Zeit nach dem Kurs
- gemeinsame Aktivität, Gestaltung des Abschieds
8. Das Feedback hat folgende Aufgabe:
- Die Teilnehmer bewerten gegenseitig ihre Erfolge.
- Die Teilnehmer berichten über Erlebnisse zu Hause.
- Brainstorming zur Einigung in konfliktreichen Situationen.
- Rückmeldung der Gruppenteilnehmer untereinander und zwischen Teilnehmer und Berater.
9. Folgende Aussage zu Gruppenregeln ist richtig:
- Damit die Beratung konfliktfrei verläuft, werden alle Gruppenregeln in der ersten Stunde vereinbart.
- In der ersten Stunde werden nur die grundlegenden Gruppenregeln vereinbart, alles weitere erfolgt anlassbedingt.
- Gruppenregeln werden noch nicht in der Anfangsphase vereinbart, damit alle Teilnehmer erst einmal warm werden können, ohne von zu vielen Regeln eingeschränkt zu werden.
- Es werden nur dann Gruppenregeln benötigt, wenn alle sich einig sind, dass sie diese brauchen.
10. Wie gehe ich als Berater damit um, wenn Teilnehmer oder die ganze Gruppe eine Methode/eine Übung nicht mitmachen wollen?
- Ich lasse die Übung weg und gehe zum nächsten Punkt über – wenn keiner will, bringt es auch nichts.
- Ich streiche die Übung aus meinem Repertoire, da sie nicht allen gefällt.
- Ich setze mich mit den Teilnehmern auseinander und erarbeite mit ihnen einen Kompromiss zur weiteren Vorgehensweise, mit oder ohne diese Übung.
- Wer an einer Gruppenberatung teilnimmt, muss auch alles mitmachen, das ist eine grundsätzliche Regel.