Produktneuheit: Preis für essbare Verpackung aus alten Eierschalen

Fertigprodukte wie Ramen sind schnell zubereitet und sättigend. Doch die praktischen Snacks produzieren eine große Menge an umweltschädlichem Plastikmüll.

Fünf Studentinnen der Universität Hohenheim machten es sich daher zum Ziel, die zunehmende Menge an Plastikmüll, die u. a. durch den Konsum von Fertigprodukten entsteht, einzudämmen. Sie entwickelten essbare Verpackungen aus Eierschalen und aus pflanzlichen Rohstoffen. Für diese nachhaltige und innovative Idee erhielten die fünf Studentinnen, die gemeinsam bei der EIT Food Solutions: Reuse2Repack Challenge antraten, den Preis für die innovativste Idee und ein mit 1200 € dotiertes Preisgeld. Ziel des Wettbewerbs war es, eine biobasierte Verpackungslösung aus Lebensmittelabfällen zu entwickeln.
Die von den Studentinnen entwickelte Verpackung besteht aus einer Mischung aus pflanzlichem Eiweiß, Eierschalen und strukturgebenden Weichmachern wie Wasser. Trocken sieht die ca. 4 auf 2 cm große Tüte aus wie normales Plastik. Sie eignet sich insbesondere als Verpackung für Tütensuppen, da sie sich in heißem Wasser einfach mit auflöst und als zusätzliche Proteinquelle mitgegessen werden kann. Rund neun Monate haben die Studentinnen im Labor für die Herstellung des Verpackungsmaterials benötigt.

EIT Food Solutions Reuse2Repack Challenge – Rethinking food packaging for regenerating resources
Die Klimakrise, Umweltverschmutzungen, aber auch die Erschöpfung und Verknappung der Ressourcen erfordern neue, innovative Denkweisen: vom Design von Verpackungen beim Recycling bis zu neuen Wegen der Herstellung von Verpackungsmaterial. Um diese neuen Denkweisen und Wege zu entwickeln, rief EIT Food – eine sogenannte Wissens- und Innovationsgemeinschaft (knowledge & innovation community) der Europäischen Union – Studierende zur Reuse2Repack Challenge 2022 auf. Unterstützt wurden die Teams über einen Zeitraum von 9 Monaten von Mentor*innen aus Universität und Industrie.

Quelle: Universität Hohenheim, Pressemeldung vom 26.04.2023



Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 6/2023 auf Seite M336.

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