Ernährungstherapie: Neuer Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis (LEKuP) veröffentlicht

Der „Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis“ (LEKuP) wurde auf Grundlage evidenzbasierter Leitlinien aktualisiert. Die grundlegende Neufassung des bisher in der Ernährungstherapie angewandten Rationalisierungsschemas von 2004 ist in der „Aktuellen Ernährungsmedizin“ erschienen und kann auf den Internetseiten u. a. der DGE und der DGEM kostenfrei heruntergeladen werden.

Eine erfolgreiche Behandlung beruht nach Ansicht der ExpertInnen auf wissenschaftlich gesicherten Ernährungsempfehlungen. „Wir haben LEKuP entwickelt, um allen in der Klinik, Praxis und Pflege Tätigen eine einfache Orientierungshilfe für eine moderne ernährungsmedizinische Versorgung an die Hand zu geben“, erklärt Prof. Dr. med. Hans Hauner, Institut für Ernährungsmedizin der TU München, für die DGE und als Sprecher der AutorInnengruppe. „Im Leitfaden sind die vollwertige Ernährung nach den Empfehlungen der DGE sowie – alternativ – die mediterrane oder vegetarische Kost als Grundkostformen definiert.“ „In unserem ursprünglichen Rationalisierungsschema wurden die Besonderheiten der Ernährungstherapie für bestimmte Krankheitsbilder dargestellt. Dies gilt nun in besonderem Maße auch für LEKuP, der spezifische Handlungsempfehlungen, z. B. bei Nierenkrankheiten, bei Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei entzündlich- rheumatischen und orthopädischen Diagnosen oder bei neurologischen oder onkologischen Erkrankungen auflistet“, so Prof. Dr. med. Gerd Bönner, Präsident der DAEM.

Die Empfehlungen im Leitfaden Ernährungstherapie in Klinik und Praxis richten sich an alle Verantwortlichen für die Ernährungstherapie und die PatientInnenverpflegung, insbesondere Ernährungsfachkräfte, ÄrztInnen, Träger von und Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen, Verantwortliche in den Küchen, im Service, in der Therapie und Pflege. Der Leitfaden soll zudem eine Orientierung für Kostenträger im Gesundheitswesen darstellen.

Erstellt wurde LEKuP von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin (DAEM) in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), dem Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM), der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG), dem Verband der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband (VDD) und dem BerufsVerband Oecotrophologie (VDOE).

Quellen:
- DGEM, Pressemeldung vom 13.12.2019
- DGE, Pressemeldung vom 13.12.2019



Diesen Artikel finden Sie auch in ERNÄHRUNGS UMSCHAU 1/2020 auf Seite M10.

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