Regionale Fische bevorzugen: WWF veröffentlicht neuen Ratgeber
- 09.06.2016
- News
- Redaktion

Als wirklich gute Wahl kommen im neuen Ratgeber des WWF nur wenige Fische und Meeresfrüchte in Frage. Bei Hering und Sprotte aus der Nord- und Ostsee sind die Bestände groß genug und die Fangmethode schädigt die Meeresumwelt kaum, sagt Catherine Zucco, Fischereiexpertin des WWF. Als Alternativen aus Aquakultur empfiehlt sie europäischen Karpfen sowie Bio-Forellen.
Nicht empfehlenswert sind dagegen etwa Aal (vom Aussterben bedroht), Hai, Schnapper, Granatbarsch und Blauflossenthunfisch. Der WWF empfiehlt generell, Fisch nur in Maßen zu genießen. „Wildfisch ist eine begrenzte Ressource. Wer nur einmal die Woche Fisch isst, respektiert die Grenzen des Ozeans“, so Zucco.
Für die Umweltverträglichkeit sei entscheidend, wo und wie der Fisch gefangen wurde. 61 Prozent der weltweiten Bestände von Speisefischen werden laut FAO-Angaben bis an ihre Grenze genutzt, fast 29 Prozent sind überfischt oder erschöpft.
Eine Orientierungshilfe auf den ersten Blick bietet laut WWF das blaue MSC-Siegel, das Wildfisch aus nachhaltiger Fischerei kennzeichnet. Bei Zuchtfisch rät der WWF dazu, auf die Biosiegel von Naturland und Bioland sowie auf das ASC-Logo für Fisch aus verantwortungsvoller Aquakultur zu achten.
Quelle: WWF
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