Ein Ziel der Aktion: An Kinder gerichtete Werbung für zuckerreiche Produkte soll verboten werden. © monkeybusinessimages / iStock / Getty Images Plus
Ein Ziel der Aktion: An Kinder gerichtete Werbung für zuckerreiche Produkte soll verboten werden. © monkeybusinessimages / iStock / Getty Images Plus

„Aktion Weniger Zucker": Zuckerkonsum aufgrund von Fertigprodukten und Softdrinks eindämmen

Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) hat diese Woche gemeinsam mit dem AOK-Bundesverband, der Verbraucherorganisation Foodwatch, der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und dem Ethno-Medizinischen Zentrum e. V. (EMZ) die „Aktion Weniger Zucker“ gegründet. Die Aktion orientiert sich am britischen Vorbild der „Consensus Action on Sugar“ und am Tabakrahmenübereinkommen der WHO.

Die „Aktion Weniger Zucker“ konzentriert sich zunächst auf das Problem des übermäßigen Zuckerkonsums durch Fertigprodukte und Softdrinks. Konkret werden vier Forderungen vertreten:

  • Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für zuckerreiche oder andere hochkalorische Lebensmittel (wenn das Produkt nicht dem Nährwertprofil der WHO entspricht)

  • Für alle Bevölkerungsgruppen verständliche Lebensmittelkennzeichnung

  • Steuerliche Anreize für die Lebensmittelindustrie, gesündere Rezepturen zu entwickeln

  • Verbindliche Standards für die Kita- und Schulverpflegung


Um die aktuelle Übergewichtswelle aufzuhalten, würden die bisherigen Ansätze nicht ausreichen, so DANK-Sprecherin Barbara Bitzer. Es brauche Maßnahmen, die dauerhaft sind und die ganze Bevölkerung erreichen. Mit der Aktion sollen wirksamen Maßnahmen wie beispielsweise die konsequente Umsetzung zum Rückgang des Tabakkonsums auch für die Themen Zucker und Übergewicht umgesetzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Maßnahmen zu ergreifen, die das alltägliche Umfeld der Bevölkerung gesundheitsförderlicher gestalten.



Quelle: Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten

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